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Türkei

Sonnige Tage, lange Nächte (05/2004 -> 14 Bilder) - Südliche Ägäis

Bodrum...

Die prächtigste Ritterburg der Westküste wurde 1413 von den Johanniterrittern erbaut, nachdem ihr Kastell in Smyrna (heute Izmir) von den Truppen des Mongolenherrschers Timur Läng erobert worden war. Die Ritter mit dem Zackenkreuz nannten sie nach dem Apostel Petrus "Petronium" - daraus wurde "Bodrum" - und verteidigten diesen Außenposten ihrer Herrschaft auf Rhodos bis 1522. Als Rhodos von Süleyman dem Prächtigen erobert wurde, räumten die Johanniter auch ihre letzten Position an der türkischen Westküste. Im Johanniterkastell ist ein attraktives Museum für Unterwasserarchäologie untergebracht. Außer dem Englischen, Deutschen und Italienischen Turm gibt es noch den französische Turm, dem höchsten Punkt, der schön restaurierten Anlage, mit 47,50 m Höhe.

Ephesos...

Ephesos gehört zu den weltweit berühmtesten antiken Stätten, die aus vorchristlicher Zeit erhalten geblieben sind. Die antike Metropole wo km nördlich von Kusadasi ist seit Mitte des 19. Jhs. Stück für Stück freigelegt und aufwendig restauriert worden, sodass sich heute das fast vollständige Bild einer reichen Großstadt von vor 3000 Jahren zeigt. Seine Blütezeit erlebt Ephesos im 1. Jh. v. Chr. Während von der ganz alten griechischen Stadt außer wenigen Überresten des früher riesigen Artemis - Tempels er zählte zu den Weltwundern der Antike - nichts mehr zu sehen ist, steht die hellenistisch-röämische Stadt in voller Pracht vor dem Besucher. Darüber hinaus liegen in und um Ephesos auch noch historische Stätten des frühen Christentums, denen Byzanz später durch eine große Kirche ein Denkmal setzte. Für einen Besuch von Ephesos lohnt es deshalb, sich einen Tag Zeit zu nehmen.

Kleopatrastrand...

Die Insel im Golf von Gökova ist berühmt für Ihren Kleopatra-Strand. Marcus Antonius soll den feinen Sand für seine Angebetete aus Ägypten herbeigeschifft haben. Tatsächlich ist dieser Sandkorn im Mittelmeer außer in Ägypten nur noch auf Kreta zu finden. Es ist verboten, Sand von dieser Insel mitzunehmen. Ihren Namen hat die Insel von den Zedern, deren Holz wegen seiner Beständigkeit beim Bootsbau bevorzugt wird. Die Ruinen eines Apollo-Tempels, des Theaters und einer Nekropole aus der griechischen Zeit sind zu besichtigen. Auf halber Strecke zwischen Marmaris und Gökova kann man vom Fähranleger Tasbükü aus bis mittags ein Boot zur Sedir Adasi nehmen.

Bafa-See...

Am Fuß das vulkanischen Besparmak-Gebirges (sehr sehenswerte Landschaft) unweit der antiken Stätten von Milet und Herakleia, liegt der Bafa-See, dessen Wasser noch heute leicht salzig ist: Er war bis zum 4. Jh. eine Meeresbucht, die nach und nach verlandete. An der Bucht lag die Hafenstadt Herakleia, von wo aus das Marmor für die Prachtbauten der Region verschifft wurde. Heute sind die Überreste der Stadt inmitten des Dorfes Kapikri verschwunden. Ruinenstücke zwischen Olivenbäumen und weidenden Kühen zu entdecken, ist ein Abenteuer für sich. Ein deutschsprachiger Führer organisiert dort Wanderungen ins Gebirge, wo neben versteckt gelegenen Klöstern der Urchristen auch Höhlenmalereien aus der Bronzezeit zu finden sind. Am schönsten ist es hier im Frühling.

Marmaris (10/1999 -> 4 Bilder) - Südliche Ägäis

Erstaunlicherweise spielte der in der Antike Physkos genannte Ort trotz seiner Lage in einer fast wie ein See wirkenden, geschützten Bucht kaum eine Rolle, während das am Ende der Datca-Halbinsel liegende Knidos in der gnazen alten Welt berühmt war. So hat Marmaris außer einer restaurierten kleinen Festung und einer bescheidenen Karawanserei keine Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für Natur- und Kunstfreunde ist Marmaris wegen seiner Ausflugsmöglichkeiten aber dennoch zu empfehlen. So kann man nicht nur viele einsame Strände entdecken, sondern Knidos, Kaunos und Fethiye besuchen oder nach Rhodos übersetzen.

Das weiße Meer und der schroffe Taurus
(06/1998 -> 11 Bilder ) - Westliche Mittelmeerküste

Die Westliche Mittelmeerküste gliedert sich ein zwei Abschnitte, die sich landschaftlich unterscheiden: Da ist zum einen die schmale Küste die bis Antalya reicht und zum anderen die wasserreiche, flache Küstenebene. Der Abschnitt ist reich an antiken Stätten und Ruinen aus griechischer und römischer Zeit. Alt und neu existieren harmonisch nebeneinandner. Besonders in der Vor- und Nachsaison findet man optimale Urlabsbedingungen vor. Ob an entlegenen Buchten oder weiten Stränden, vom Frühjahr bis weit in den Herbst kann man im Akdeniz, dem weißen Meer, wie die Türken das Mittelmeer nennen, baden. Auffallend ist, daß diese Landschaft trotz der Hitze undd er niederschlagsarmen Zeit von Mai bis Oktober wunderbar grün ist. Die fruchtbaren Ebenen bekommen ihr Wasser vom Taurus-Gebirge, das sich bis auf 3900 m Höhe erhebt und von Antalya bis hinter Mersin erstreckt.
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